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Flächenfräse zerkleinert Gestein und reduziert Kosten

Mrz-2011

Ein Auftragnehmer hat mithilfe einer 113 Tonnen schweren Vermeer T1255 Flächenfräse neue Hochwasserentlastungsanlagen gebaut und dabei die Zeit für die detaillierte Ausgrabung des Wehrbodens am Keepit-Staudamm wesentlich reduziert. Der Keepit-Staudamm liegt 56 km westlich von Tamworth und 39 km nordöstlich von Gunnedah am Namoi Fluss.

Laut Dave Thompson, Managing Director von Trenching Systems Australia (TSA), Eigentümerin der T1255, konnten durch den Einsatz der Flächenfräse wesentliche Kosteneinsparungen für den Auftragnehmer und den Staudammbetreiber erzielt werden.

Der Keepit-Staudamm verfügt über ein Fassungsvermögen von 425.510 Megaliter Wasser, das entspricht der Größe des Hafens von Sydney. Die NSW State Water Corporation betreut ein $146 Millionen teures Projekt zum Ausbau des Staudamms, um für die flussabwärts lebenden Einwohner und Liegenschaften einen ausreichenden Hochwasserschutz zu gewährleisten.

Laut Simon Flannery, leitender Projektingenieur des Auftragunternehmens für die Erweiterung des Keepit-Staudamms, werden im Rahmen des derzeitigen $38 Millionen Projekts zwei neue Hochwasserentlastungsanlagen gebaut, die die Sicherheit des Damms verbessern und ein Versagen des Hauptdamms bei extremen Hochwasserereignissen verhindern sollen. Die Fertigstellung des Hochwasserentlastungsanlagen-Projekts ist für August 2011 geplant. Die zweite Projektphase umfasst die Erhöhung der Stauwand.

Das Fundament der einen Hochwasserentlastungsanlage bestand aus einer Mischung aus Lehm und Schieferton und verursachte überhaupt keine Probleme. Für den Bau der zweiten 220 m langen Hochwasserentlastungsanlage musste extrem hartes Gestein (bis zu 150 MPa) beseitigt werden. Die herkömmliche Methode sieht das Fräsen und Wegsprengen des Gesteins bis zur Fundamenttiefe vor. Dabei besteht die Gefahr, dass zu viel weggesprengt wird und die Reparatur mit Hydrobeton ist teuer.

Die endgültige detaillierte Ausgrabung erfolgt mithilfe von Baggern und Presslufthämmern, da durch Sprengungen die notwendige Präzision nicht erreicht werden kann. „Für die Hochwasserentlastungsanlage war eine Fläche von 6500 m² erforderlich und es hätte drei oder vier Wochen gedauert, bis wir die spezifische Bodenhöhe erreicht hätten“, erklärte Simon Flannery.

Die T1255 Commander Flächenfräse wurde in einer solchen Umgebung noch nie getestet, da die Maschine normalerweise im Tagebau eingesetzt wird. Ein Präzisionsprojekt wie der Bau des Keepit-Staudamms war absolut neuartig.

„Das Ganze war zwar schon etwas gewagt, aber wir wussten, wenn es gelingen sollte, würden uns Wochen voller Sorgen und Probleme mit den Baggern erspart bleiben“, erklärte Simon.

Das Bauteam bat Craig Batten, National Mining Services Manager von Vermeer, und Dave Thompson von TSA, sich die Baustelle anzusehen und das Projekt vor Ort zu beurteilen. Beide wussten, dass die T1255 der Aufgabe gewachsen war.

„Der Projektleiter und Projektingenieur waren vorausschauend und gingen äußerst proaktiv vor. Sie haben alles sehr sorgfältig analysiert“, erklärte Dave.

Ihre Überlegungen machten sich bezahlt. Mit der T1255 konnten wir die Arbeit innerhalb von 58 abschließen und haben den Boden der Hochwasserentlastungsanlage bis zu der erforderlichen Tiefe exakt gefräst. Die Maschine musste sich zunächst durch eine 100 mm verdichtete Kiesschicht und dann entlang der Bodenfläche arbeiten, um eine stabile Arbeitsbasis zu schaffen. Anschließend wurde durch 300 mm dickes Felsgestein gefräst.

„Es war wirklich beeindruckend, die Flächenfräse in Aktion zu sehen“, erklärte Simon. „Sie ist sehr aggressiv.“

Die T1255 Flächenfräse wird von einem 448 kW Caterpillar Motor angetrieben und hat laut Dave Thompson an der Staudammbaustelle 3000 m3 Metasandstein und Metakonglomeratgestein abgetragen. „Sie zerhackt das Gestein und wirft es ordentlich aus.“

Mit der Maschine wurde ein perfektes Ergebnis erzielt.“ Laut Dave war die Bodenfläche anschließend so „glatt wie ein Billardtisch“. TSA musst die Fläche nur noch mit dem Schlauch abspritzen, abkehren und den Beton einbringen.“

Im Gegensatz zu den ungleichen Gesteinspartikeln, die bei Sprengungen entstehen, erzeugt die T1255 ein gleichmäßig großes, wiederverwendbares Produkt. Somit wird keine Brechanlage an der Baustelle benötigt.

Durch das Top-Down-Fräsverfahren der Flächenfräse werden größere Produktgrößen mit weniger Feingut produziert, die eine bessere Wiederverwertbarkeit bieten. Bei diesem Prinzip kann mehr Leistung auf den Fräsbetrieb konzentriert werden, da für den Fahrbetrieb nicht viel Leistung erforderlich ist.

Das Trommel-Neigesystem der Flächenfräse ermöglicht die Steuerung der Quer- und Längsneigung der Maschine in einem Durchgang, wozu entweder ein Laser oder ein GPS-System verwendet wird.

Laut Simon Flannery hat die T1255 damit bewiesen, dass es für sie eine Rolle im Tiefbau gibt.

Craig Batten war ebenfalls dieser Ansicht. „Wir haben Anfragen aus dem ganzen Land erhalten, nicht nur von Gruben und Steinbrüchen, sondern auch für viele Tiefbauprojekte. Es gibt zahlreiche Straßen-, Schienen- und Bauprojekte, für die sich die Flächenfräse optimal eignet.“

Dave Thompson ist so zufrieden mit den von der Maschine erzielten Ergebnissen, dass er die Maschinenflotte von TSA durch eine weitere Flächenfräse ergänzen möchte. Seit dem Kauf der Flächenfräse im Mai 2010 ist unser Geschäft exponentiell angestiegen. „lch spiele schon mit Gedanken für viele andere Einsatzmöglichkeiten als den herkömmlichen Einsätzen im Tagebau“, erklärte er.

„Es gibt jede Menge Arbeit. Es geht nur darum, den Kunden von den Kosteneinsparungen zu überzeugen.“

Angesichts der massiven Größe und des enormen Gewichts der Flächenfräse ist der Transport der Maschine an den Einsatzort ein schwieriges Unterfangen. Der Transport der Maschine auf einem Tieflader von Melbourne nach Tamworth für das Keepit-Staudammprojekt hat drei Tage gedauert. Aber laut Dave Thompson können Kunden, die zu unkonventionellem Denken bereit sind und sich die verschiedenen Anwendungsbereiche der T1255 vorstellen können, beträchtliche Einsparungen erzielen.

Dave, der auch Eigentümer des Rohrunternehmens Polymer Welding Services ist, hat TSA vor sechs Jahren gekauft, als das Unternehmen zwei Grabenfräsen und zwei Lkw besaß. Seitdem hat er die Maschinenflotte auf 13 Grabenfräsen aufgestockt und das Unternehmensvermögen beläuft sich auf ca. $15 Millionen.

Er hält unbedingt an der Vermeer Marke fest und erklärt, dass das landesweite Reparatur- und Wartungsnetz einfach unübertroffen ist.•