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Mehr Leistungskapazität für höhere Heuqualität

Feb-2014

Die Hungerharke (Schlepprechen) mit Stahlzinken wurde erstmals in den 1860er Jahren in der Landwirtschaft eingeführt. Damals wurde das Heu zu Haufen zusammengeharkt und anschließend mit der Heugabel auf einen Wagen geladen, um es zum Heuschober oder zur Scheune zu transportieren. Später wurde das gesammelte Material in gleichmäßigen Abständen zu Schwaden abgelegt, damit es von den Ballenpressen aufgenommen werden konnte.

Butch und Matt McGinn, Besitzer einer Ranch zwischen Anselmo und Dunning im US-Bundesstaat Nebraska haben vor Kurzem einen Vermeer VR2040 Hochleistungsrechen erworben. Bis dahin haben die beiden eine Hungerharke zum Zusammenrechen von ca. 1214 Hektar Heu verwendet.

„Vor ungefähr 10 Jahren haben wir einen kleinen Radrechen gekauft, den wir hauptsächlich zum Zusammenharken von Heu in den niedriger liegenden, feuchten Gebieten verwendet haben, damit wir ausreichend Platz für die Hungerharke hatten “, erklärte Butch. „Bis zum Kauf des VR2040 haben wir den Radrechen und die Hungerharke verwendet, da niemand einen Radrechen baute, der groß genug war, um optimale Schwaden zu legen.“

„Mit dem VR2040 Heurechen können wir jetzt ausreichend große Schwaden legen und die Harkarbeiten der Geländebeschaffenheit anpassen“, fügt Matt. Zum Pressen des Ernteguts verwenden die Rancher eine Vermeer 605 Super M Rundballenpresse. „Das bringt uns zu einem weiteren Vorteil des VR2040. Als wir noch die Hungerharke verwendeten, mussten wir dem Gerätebediener eine Stunde Vorsprung lassen, damit er vorab einige Schwaden herstellen konnte.
Heute können wir den Betrieb von Rechen und Rundballenpresse gleichzeitig aufnehmen. Das war für uns eine große Umstellung, aber es gibt für mich kein Zurück zur alten Arbeitsweise.“

Butch erklärte, dass ein Schwadrechen oder Mähwender möglichweise schneller als ein Balkenmäher oder Rechen ist, aber die Feldbeschaffenheit die Arbeit mit diesen Geräten einfach nicht zulässt. „Bei Verwendung eines Schwadmähers werden die Schwaden niemals trocken“, erklärt er. „Die Feuchtigkeit am Boden einer Schwade würde auch beim Wenden des Heus bis zum Ende des Tages nicht trocknen. Und am nächsten Morgen ist der Boden wieder feucht.“

Trotz neuer Maschinen und moderner Technologie mussten die McGinns auf altbewährte Methoden zurückgreifen. Mit dem Kauf des VR2040 Heurechens wurde jedoch alles anders. Heute wird der Hungerharken nicht mehr verwendet und es wird nur noch ein Rechen benötigt anstatt wie bisher zwei.

„Das ist ein Grund, weshalb wir den VR2040 und den kleineren VR1428 Heurechen auf dem Markt eingeführt haben&lrdquo;, erklärte Lucas Graham, Senior Product Engineer für Heurechen und Ballenaufbereiter von Vermeer. „Infolge der jüngsten Dürreperiode werden in einigen Graslandgebieten bis zu 12 m Erntematerial benötigt, um eine gute Schwade zu erstellen. Daher herrscht eine wachsende Nachfrage nach Heurechen dieser Größe.

„Falls das Erntegut in einem bestimmten Bereich schwerer ist, kann der Bediener die Rechenbreite einfach bis auf 3,5 m verkleinern, ohne die Schwadbreite zu verändern“, fügt er hinzu und weist damit auf eine weitere einzigartige Besonderheit der Vermeer Heurechen hinzu.

Grant Breitkreutz und seine Ehefrau, Dawn, besitzen und betreiben gemeinsam mit seinem Bruder und seiner Schwägerin, Seth und Kelly Breitkreutz, die Circle B Custom Company in der Nähe von Redwood Falls, Minnesota. Der Rechen kommt vielleicht sechs bis acht Wochen lang im Jahr zum Einsatz, während der VR2040 Radrechen von Vermeer im Sommer und Herbst fast täglich in Betrieb ist. Obwohl die Maschine erst im vergangenen August geliefert wurde, haben die McGinns bereits 809 Hektar Heu von bewässertem Grasland und über 809 Hektar Maisstängel geerntet und mit drei Vermeer 605 Super M Maissiloballenpressen und zwei 605 Super M Rundballenpressen zu Ballen gepresst.

Laut Breitkreutz konnte der Betrieb mithilfe des VR2040 seine Produktivität um schätzungsweise 30 Prozent steigern im Vergleich zu einem 8,5 m breiten Rechen eines Mitbewerbers. Auch die Einstellung und Einarbeitung von saisonalen Mitarbeitern und Teilzeitbeschäftigen ist jetzt einfacher.

„Wenn sie einen Traktor fahren können, können sie hinter diesem Rechen auch einen Heuballen formen“, erklärt er. „Ich muss ihnen das Hin- und Herfahren nicht mehr beibringen und nicht mehr zeigen, wie man einen Ballen herstellt. Dank der integrierten Justierung des VR2040 können wir 1,6 bis 1,8 m breite Schwaden herstellen. Somit müssen die Mitarbeiter lediglich über die Schwadmitte fahren und es wird jedes Mal ein perfekt geformter Ballen ausgestoßen.“


Laut Breitkreutz erlaubt die größere Rechenbreite ein langsameres Fahren und somit die Herstellung einer optimalen Schwade – er hat die Maschine allerdings auch schon mit 23 km/h gefahren, um einen Vorsprung vor 3 Rundballenpressen in einem Maisfeld zu haben. Die meisten Maisstängel werden speziell für Einstreu gepresst. Es gibt jedoch einige Kunden, die sie zur Fütterung verwenden vollen. In solchen Fällen schätzt er die Hydraulikfederung und unabhängigen Niederdruckräder ganz besonders.

„Für diese Kunden wird der Anpressdruck auf 66 bis 69 bar eingestellt, damit die Maschine die Stoppeln einfach abstreift&lrdquo;, erklärt er. „Dadurch können wir den Großteil der Stoppeln auflesen, ohne dass Schmutz oder Rückstände in den Ballen gelangen&lrdquo;, fügt er hinzu. Außerdem werden die Wurzelballen zurückgelassen. „Die Kunden sind von diesen Ballen einfach begeistert.“

Der VR2040 hat sich auch bei der Verarbeitung von Heu bewährt, dass von Circle B dreimal im Jahr gemäht und zu Ballen gepresst wird. Das Land gehört eigentlich der Southern Minnesota Beet Sugar Co-op und wird für die Abwasserentsorgung aus der Rübenverarbeitung genutzt.

„Trotz des vielen Mähguts bleibt uns nur ein kleines Zeitfenster zum Mähen und Pressen dieses Geländes, damit die Firma das Wasser wieder auf das Feld leiten kann&;ldquo;, erklärt er. &bldquo;Seit wir den VR2040 Heurechen und den TE330 Zetter von Vermeer erworben haben, können wir das Heu viel schneller einbringen als noch vor einem Jahr und das Werk ist ebenfalls zufrieden. Bei ausreichendem Vorsprung kann der Bediener des Heurechens drei Ballenpressen versorgen.“

Laut Breitkreutz sorgt die wöchentliche Einleitung von fünf cm Wasser mit 2-prozentiger Zuckerlösung für üppig wachsendes, saftiges Erntegut. Das Heu muss mindestens zweimal gewendet werden, bevor es geharkt und den Ballenpressen zugeführt wird. Als im vergangenen Sommer der Regen vorzeitig einsetzte, musste ein Teil des Feldes fünfmal gewendet werden, bevor das Heu zu Ballen gepresst werden konnte. Dennoch ist er mit den Maschinen von Vermeer äußerst zufrieden.

„Es wäre eine ziemliche Herausforderung einen Zetter zu finden, der so viele Kilometer in schwierigem Gelände zurückgelegt hat wie der TE330“, erklärt er. „Das letzte Mal als wir den Vermeer VR2040 und unseren alten Radrechen im selben Feld eingesetzt haben, bewegte sich die Stange bei beiden Maschinen mit vergleichbarer Leistung auf und ab, doch beim VR2040 schienen die Räder nur so über den holprigen Boden zu schweben, während die alte Maschine von dem holprigen Boden hin- und hergerüttelt wurde.&lrdquo;

„Seit dem Erwerb dieser Maschine haben wir bereits über 809 Hektar Heu und mindestens 809 Hektar Maisstängel verarbeitet wir mussten noch nicht einmal einen einzigen Zinken
austauschen“, fährt er fort.
„Mit einem Hochleistungsrechen dieser Größe und Beständigkeit konnten wir beträchtliche Kosteneinsparungen erzielen und unsere Produktivität beträchtlich steigern“, erklärt er. „Wir tragen uns jetzt schon mit dem Gedanken, im nächsten Jahr einen weiteren anzuschaffen.“

HEURECHEN WERDEN IMMER GEBRAUCHT

„Heurechen sind auch in Zukunft aus der Landwirtschaft nicht mehr wegzudenken“, behauptet Mike Kindley. „Im Laufe der Jahre wurden die Rechen stetig weiterentwickelt und mit neuen verbesserten Funktionen versehen, die für die Produktion von hochwertigem Qualitätsfutter unerlässlich sind.“

Kundendiensttechniker Kindley von Vermeer hat dazu zahlreiche Beispiele gesehen. Während einige Produzenten die Mäharbeiten weiterhin ohne Mähwender durchführen und die Schwaden mithilfe eines Rechens herstellen, verwenden andere aus Kosten- und Qualitätsgründen einen Rechen.

„Ausschlaggebend sind dabei Klima, Trocknungsbedingungen, Balkenpressenkapazität usw.“, erklärt er. „Heute werden Rechen in erster Linie zur Feuchtigkeitskontrolle und/oder zur Optimierung der Ballenpressenkapazität eingesetzt, wie z. B. das Zusammenziehen von mindestens zwei Schwaden, wodurch weniger Fahrten der Hochleistungsballenpresse erforderlich sind. Bei richtig eingestellter Rechen- und Schwadbreite können Schwaden produziert werden, die eine perfekte Füllung der Ballenkammer gewährleisten“, fügt er hinzu.

Vermeer und seine Wettbewerber bieten ihren Kunden Heurechenmodelle in verschiedensten Ausführungen an. Laut Kindley sind Korbrechen, wie z. B. die Vermeer Rechen der R Serie, und Kreiselrechen im Bewässerungsfeldbau am besten für die Ernte von blattreichem Gut wie Luzernen und Heulage geeignet. Dies trifft besonders auf Maschinen mit Nebenantrieb oder Hydraulikmotoren zu, die beim Zusammenrechen von hochwertiger Luzerne für die Milchviehfütterung den Boden oder die Stoppeln nicht berühren. Dadurch gelangen weniger Steine, Erdanhang oder Asche in das Erntegut und die Gefahr von beschädigten Zinken wird reduziert.

Radrechen sind dagegen ideal für Heu, dünnes Erntematerial und Maisreststoffe geeignet.
Diese Rechen können bei richtiger Einstellung auch beim schonenden zusammenrechen von Hülsenfrüchten verwendet werden, da sich die Räder und Zinken langsamer bewegen als bei anderen Rechenkonstruktionen. Die von Vermeer angebotenen Modelle reichen vom einfachen, wirtschaftlichen Rebel RB20 Rechen bei dem die Räder paarweise über den Boden gleiten bis zu den wagenmontierten VR820, VR1022 und VR1224 Radrechen, bei denen der Anpressdruck durch Justieren eines Stifts eingestellt werden kann.

Am meisten beeindruckt zeigt sich Kindley von den VR1428/VR2040 Hochleistungsrechen, die für ihn einen guten Kompromiss zwischen den zwei Rechentypen darstellen.

„Diese Modelle lassen sich auf viele Rechenbreiten für leichtes und schweres Erntegut einstellen“, erklärt er. „Die beste Funktion ist jedoch die Hydraulikaufhängung und die unabhängigen Niederdruckräder. Dank der präzisen Steuerung kann der Aufhängungsdruck so justiert werden, dass weder Schmutz noch Asche von den Rädern aufgenommen wird. Ferner lässt sich der Rechen so einstellen, dass Rückstände auf dem Maisfeld verbleiben, während das restliche Material zu einer Schwade zusammengeharkt wird“, fügt er hinzu. „Die VR1428 und VR2040 zeichnen sich durch einen Bewegungsbereich von über 2,4
Metern und einem Federzylinder mit stickstoffbefüllten Akkus an jedem Rad aus, wodurch auf unebenem Gelände eine wesentlich höhere Flexibilität als bei einem Korbrechen gewährleistet wird.“

Egal, welche Art von Heurechen verwendet wird, der Feuchtigkeitsgehalt stellt nach Ansicht beim Rechen den wichtigsten Faktor dar. Aus diesem Grund empfiehlt er die Verwendung eines mittleren Splitter-Anbaugeräts, das als Zusatzausstattung bei allen Modellen erhältlich ist. Durch Aufnehmen und Wenden der Schwadmitte wird das gesamte Erntegut gemischt und die ganze Schwade kann gleichmäßig trocknen.

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